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Geschichtliches zu Markvippach und der Wasserburg

 








                                                                                Historie                                         


           Erstmals wurde die Gemeinde im Jahr 802 urkundlich erwähnt.
      Sämtliche Erwähnungen aus dieser Zeit können jedoch nicht
      zweifelsfrei einem bestimmten Siedlungsort zugeordnet werden.
        Die zusätzliche Ortsbezeichnung „Marke" zum Namensstamm
       Vippach ist in einer erhaltenen Urkunde aus dem Jahr 1221
      nachweisbar.

      Eine Deutung des Namens erklärt ihn verstümmelnd aus
      Sanct-Margarethenvitpeche, woraus dann Martvippeche wurde.
     Im Rechts- und Sachinhalt einer Urkunde des Ernestinischen
     Gesamtarchivs wird unter Urkunden-Nr. 4311 ein villicus
      Albertus de Marctvipeche als landgräflicher Richter genannt.

   
Markvippach wuchs aus einem Ober- und einem Unterdorf
    zusammen. Der Ort war zeitweise der Sitz der Herren von
   Schloßvippach, neben diesen hatten auch die Vitzthume von
   Eckstedt hier ein Rittergut. Die zwei Rittergüter wurden später
    vereinigt.
    Erstmals 1387 erwähnt wurde eine mittelalterliche, von einem
     Graben umgebene Herrenburg. Sie wurde dann um 1620
     umgebaut. Schräg gegenüber diesem Alten Schloss
      (Der „Wasserburg") errichtete man nach einem Brand des
     Vorgängerbaues 1812 ein Neues Schloss, dessen Torfahrt
      und überdachter Durchgang stammten noch von 1780.

 

wasserburg-1850

 

               Die Wasserburg war einmal ganz mit Wasser umgeben
         und nur über eine Zugbrücke erreichbar.
         Folgende alte Skizze verdeutlicht dies.

 

Wassweburg-alte-skizze

In die Skizze ist die jetzigen Straßen “Unterdorf” eingezeichnet.
Von der Wasserfläche ist durch massive Zuschüttungen nur noch ein Sumpfgebiet übriggeblieben.

 

      Während des Zweiten Weltkrieges mussten 95 Frauen und
    Männer aus Polen, Jugoslawien, Russland und der Ukraine
     in der Landwirtschaft Zwangsarbeit verrichten.
     Markvippach lag ab Juli 1945 in der SBZ, später der DDR,
     und machte entsprechend alle gesellschaftlichen Veränderungen
     mit, die sich daraus ergaben.

     In beiden Schlössern wurden Flüchtlingsfamilien aus den
     Ostgebieten untergebracht. Danach wurde auf der Grundlage des
       Befehls 209 der SMAD das Neue Schloss abgerissen.
       Auf dem Gelände befindet sich heute das kulturelle Zentrum des
      Ortes. In das Alte Schloss (Wasserburg), zog die LPG ein,
       welche die Räume teilweise als Ställe nutzte.

     Nach der Wiedervereinigung wurden die ältesten Gebäude des
      Dorfes  die evangelische Pfarrkirche Sankt Andreas sowie das
     Alte Schloss - vor dem Verfall gerettet. Die um 1500 errichtete
       und 1992 baupolizeilich gesperrte Kirche wird nach jahrelanger
       Restaurierung wieder für Gottesdienste verwendet.

      Im Alten Schloss, das seit 1992 wiederhergestellt worden ist,
      befindet sich ein mittelalterliches Restaurant, das viele
      nationale und internationale Gäste aus Politik und Wirtschaft
       begrüßen konnte.

 

wasserburg-dix-krausse

Anfang 2014 erwarb
Frau Marion Krauße, Inhaberin des Hochzeitsaustatters “Kleinod”
vom Vorbesitzer, Herrn Dix,
Architekt aus Gebesee die Wasserburg

 









 

 

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